Radtour: Maastricht und Umgebung

Heute ging es mit Fahrrad erstmalig über die Grenze. Sogar über mehrere: heute stand eine Tour durch Maastricht und Umgebung auf dem Programm, und somit war ich natürlich einerseits in Holland, aber die Tour führte auch ein wenig über belgischen Boden.

Dass in den Niederlanden das Fahrrad einen ganz besonderen Stellenwert im Alltag der Menschen besitzt, ist sicherlich schon jedem aufgefallen, der mal bei unseren Nachbarn zu Besuch war. Heute wollte ich das einmal selbst erleben. Bevor ich ein paar Worte über die Bilder der Tour verliere, gibt es vorab aber erst einmal einen kleinen Eindruck von der Fahrrad-Infrastruktur in Holland. Da wären zum einen die wirklich chaotisch anmutenden Fahrrad-Parkplätze, bei denen ich nicht weiß, wie man sein eigenes Rad dort je wieder herausbekommt. Da wären zum anderen die Extra-Ampeln, die für Radler eigens in niedriger Höhe und zur bequemen Bedienung vom Sattel aus konzipiert sind und anzeigen, wie lange die Rotphase (nur) noch dauert. Reine Fahrradstraßen, in denen Autos nur „zu Gast“ sind, und in denen sich Radler laut Piktogramm wie Könige fühlen sollen, gibt es auch. Aber was ich richtig eindrucksvoll fand, das ist das geniale „knooppuntennetwerk“, also das Netzwerk der Knotenpunkte. Dahinter verbirgt sich so etwas wie ein „analoges Navi“: über ganz Holland liegt ein dichtes Netz von Knotenpunkten, die nummeriert sind. Wenn man nun ein Ziel erreichen will, schaut man sich auf einer Karte an, über welche Knotenpunkte sich das Ziel erreichen lässt.

Beispiel: Nehmen wir an, dass die Sequenz der Punkte lautet „5 – 13 – 25 – 29 – 12“. Dann beginnt man also an Knotenpunkt 5 und fährt von dort an den Schildern zu Knotenpunkt 13 nach. Hat man diesen erreicht, so geht es von dort aus zu verschiedenen weiteren Knotenpunkten, unter anderem zu 25. Also fährt man von Punkt 13 an den Schildern mit der Aufschrift 25 nach, bis man auch an diesem Knotenpunkt ankommt und von dort an nach der 29 Ausschau hält. Und so geht es weiter. Man muss sich also nur vorab die Sequenz der Zahlen notieren, und alles weitere ergibt sich durch die vorbildliche Beschilderung vor Ort. Keine Suche nach GPS-Signalen, keine Roaming-Kosten für den Kartendownload – alles ist „total analog“ und funktioniert prächtig.

Ja, und so bin ich also – begeistert von der Infrastruktur – letztendlich rund 70 km durch Limburg gefahren. Wie gesagt: mal auf der niederländischen, mal auf der belgischen Seite, die auf der anderen Seite des Albertkanals liegt. Im folgenden gibt es die Fotos des Tages sowie einen Link auf die Seite, von der ich die Tourinformationen bezogen hatte. Liest man diese Infos durch, so steht dort zu lesen, dass man – entgegen der landläufigen Meinung, in Holland sei alles flach – durchaus mit anspruchsvollen Steigungen zu kämpfen hat. Und dies kann ich nur unterstreichen: Ja, die Tour ist hügelig und bringt einen ganz schön außer Puste. Aber: „What goes up must come down“ – einen Teil der Strecke kann man sich auch einfach nur rollen lassen...

P.S.: Dass die Tour bei mir 70 km lang war und nicht 53 km, wie im Tourplan angegeben, liegt daran, dass ich einen anderen Start- und Endpunkt gewählt hatte und somit erstmal in die Innenstadt bzw. von dort wieder zurück musste.

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