Ein Radwochenende in Hamburg

Die letzten Jahre über war ich zwar immer mal wieder in Hamburg, aber da diese Aufenthalte stets beruflich bedingt und oftmals sogar lediglich Tagestouren waren, hatte ich nie Zeit, mich in der Stadt intensiver umzusehen. Die homöopatischen Eindrücke der Stadt, die ich dabei aber immer mal wieder wahrnahm, machten mir schon lange Lust, diese spannende Metropole im Norden unseres Landes über 25 Jahre nach meinem ersten Besuch hier mal wieder ausführlich zu erkunden. Und so habe ich im September einen beruflichen Aufenthalt in Hamburg um ein privates Wochenende ergänzt, um mir - natürlich auf dem Fahrrad - die Stadt und die Umgebung in aller Ruhe ansehen zu können.

Die Elbphilharmonie

Entlang der Außen- und Binnenalster

Mein Domizil lag in der City Nord, einem Stadtteil Hamburgs nicht weit entfernt vom Flughafen. Es handelt sich bei der City Nord um eine Bürostadt, die in den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden ist und einige markante Gebäude hervorgebracht hat, die heutzutage unter Denkmalschutz stehen. Von hier aus geht es mit dem Rad zunächst durch den Stadtpark, ganz kurz noch über die ein oder andere Straße, bevor man dann an der Außen- und später an der Innenalster entlang bis hin zum Jungfernstieg eine der exquisitesten Seiten Hamburgs erleben kann. Bei schönem Wetter am Sonntagmorgen waren auch viele Wassersportler unterwegs, und auch am Jungfernstieg - Hamburgs erster Adresse für Geschäfte, Gastronomie und Hotels - herrschte schon emsiges touristisches Treiben.

HafenCity, Speicherstadt und die Elbphilharmonie

Zwischen der Innenstadt und der Elbe befindet sich ein noch recht junger Stadteil Hamburgs: die HafenCity. Und gleich nebendran schließt sich die Speicherstadt an. Letztere steht schon seit Anfang der 1990er Jahre unter Denkmalschutz und gehört seit 2015 zum Unesco-Weltkulturerbe.

In dieser "Ecke" Hamburgs befindet sich auch das jüngste Highlight der Stadt: die Elbphilharmonie.

Weitere Stationen der Tour

Bei meiner Tour kreuz und quer durch die Stadt lagen links und rechts am Wegesrand immer wieder fotogene Gebäude oder Panoramen. So beispielsweise die Lauben an der "kleinen Alster" direkt am Jungfernstieg - sie erinnerten mich ein wenig an Venedig. Hier befindet sich auch das markante und vor allem prachtvolle Rathaus Hamburgs.

Ein paar Geh- oder Radelminuten weiter gelangt man zu den St.-Pauli-Landungsbrücken und an den Eingang zum alten Elbtunnel. Während vor den Toren der Stadt mittlerweile der neue Elbtunnel die Hauptlast des Verkehrs trägt, so ist der über hundert Jahre alte ursprüngliche Tunnel noch heute in Betrieb. An Wochenenden bleibt er Fußgängern und Radfahrern vorbehalten, die dann sogar im großen Lastenaufzug in den Untergrund gebracht werden, um dort gemütlich unter der Elbe her auf die andere Seite des Flusses gelangen zu können. Ein Blick von dort zurück auf die Landungsbrücken zeigt ein wunderbares Panorama.

Weitere sehenswerte Stationen meiner kleinen Stadtrundfahrt waren die Deichtorhallen, der Hauptsitz des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", der Fruchthof, die Tanzenden Türme (auch Tango-Türme genannt) am Beginn der Reeperbahn sowie das Planetarium im Stadtpark.

Der Friedhof Ohlsdorf

Dass Friedhöfe sehr grün und sehr still sind, ist natürlich keine neue Erkenntnis, sondern selbstverständlich. Der Friedhof Ohlsdorf im Norden Hamburgs definiert hier die Maßstäbe allerdings nochmals völlig neu. Eine solch eindrucksvolle Parkanlage sucht ihresgleichen! Und so verwundert es auch nicht, dass die Webseite des Ohlsdorfer Friedhofs ganz stolz davon spricht, dass es sich um "den größten Parkfriedhof der Welt" handele und einen Plan zum Download anbietet, damit man sich auf dem riesigen Gelände orientieren kann.

Genau genommen ist dieser Friedhof eine Sammlung vieler kleiner Friedhöfe. Oder anders gesagt: viele Grabstätten sind nach bestimmten Kriterien (z.B. Berufsgruppen, Opfer von Naturkatastrophen, Künstler) zusammengefasst. Eine solche sogenannte Sonderanlage ist der Schmetterlingsgarten mit den Schmetterlingsgrabstätten. Für die dortigen Gräber besteht die Auflage, dass sie in irgendeiner Form mit Schmetterlingen verziert sein müssen - entweder auf dem Grabstein oder auf dem Grab selbst.

Der Friedhof ist so groß, dass ich ihn nur zu einem kleinen Teil erkunden konnte, obwohl ich mich rund 90 Minuten darauf aufgehalten habe. Es hätte hier noch sehr viel mehr zu entdecken gegeben, insbesondere einige Gräber von Prominenten, darunter Heinz Ehrhardt, dessen Humor und Sprachwitz ich ja von klein auf zu schätzen gelernt habe und bis heute einzigartig finde.

Der Alsterwanderweg

Ein Tip meiner Hamburger Kollegen brachte mich am Nachmittag des nächsten Tages auf den Alsterwanderweg. Der eigentliche Plan war, von der City Nord aus zu starten und immer an der Alster entlang bis zu ihrer Quelle zu gelangen. Durch die einbrechende Dunkelheit habe ich es aber leider nicht bis zur Quelle geschafft, sondern musste wenige Kilometer zuvor abbrechen. Bis dahin hatte ich aber eine tolle Radtour, die ganz nach meinem Geschmack war: sie führte immer durch's Grüne, durch Wälder und Felder, fast immer unmittelbar am Fluss entlang und war wie Urlaub. Ein großer Dank an meine Hamburger Kollegen und die beste Chefin der Welt für diesen Tip!

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