Buchvorstellung: Stern des Nordens

Buchcover: Stern des Nordens

Die Tage werden kürzer, das Fahrrad wartet auf den nächsten Frühling - es ist die Jahreszeit für einen heißen Tee und gepflegte Lektüre auf der Couch.

Vor vielen Jahren fand ich die Bücher von Dan Brown extrem fesselnd und habe sie in nur wenigen Tagen durchgelesen. Seitdem habe ich immer mal wieder darauf gewartet, auf ein neues Buch zu treffen, das mich ebenfalls derart in seinen Bann zieht. Nun bin ich fündig geworden: Stern des Nordens von D.B. John ist ein solches Werk. Zunächst hatte ich vor seinen weit über 500 Seiten Respekt, aber auch hier konnte ich nicht mehr aufhören, zu lesen.

Das Buch erzählt drei Geschichten von Menschen an ganz unterschiedlichen Orten (USA und Nordkorea). Da ist die junge und talentierte Universitätsdozentin in den USA, die von der CIA angeheuert wird. Da gibt es den nordkoreanischen Parteifunktionär, dem eine große Karriere im Führungsstab der (einzigen) Partei Nordkoreas bevor- und sein familiärer Ursprung im Weg steht. Und wir lernen eine bettelarme alte Köchin in Nordkorea kennen, die täglich auf einem improvisierten und mehr oder weniger illegalen Markt ihre Suppe anbietet, um vom mageren Erlös (der nicht selten in Tauschwaren "gezahlt" wird) wieder einen Tag zu überleben. Im Laufe der Handlung wachsen diese Menschen und ihre Geschichten dann irgendwie zu einer großen Story zusammen, und insbesondere spielt ein erheblicher Teil der Handlung in Nordkorea.

Und genau das - nämlich das Spiel in Nordkorea - macht das Buch so spannend und zugleich berührend. Zwar ist die Handlung reine Fiktion, allerdings gilt dies für die geschilderten Lebensumstände in Nordkorea leider nicht. Der Autor kennt die dortigen Verhältnisse sehr genau. Während man also die komplexe Handlung verfolgt, bekommt man zugleich Einblicke in den Alltag eines Landes, das wie kein zweites Land abgeschottet vom Rest der Welt ist. Manche Schilderungen sind so unglaublich, dass der Autor am Ende des Buches eine Übersicht über weiterführende Literatur bzw. Presseartikel gibt, um diese Schilderungen als wahrheitsgetreu zu belegen.

Ähnlich wie bei den oben erwähnten Romanen von Dan Brown wird es gegen Ende des Buches etwas sehr turbulent und für manchen Geschmack vielleicht sogar etwas irreal. Aber sei's drum: bis dahin hat man eine wirklich spannende Handlung gelesen und sehr viel Erschütterndes über Nordkorea gelernt. Von daher: meine klare Leseempfehlung!

Hier die Eckdaten zum Buch:

Stern des Nordens
von D.B. John
Verlag: Wunderlich
ISBN 978-3805200325 (broschierte Ausgabe) oder 978-3805203326 (gebundene Version)
Link: Das Buch bei Amazon

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